<< Dezember 2017 >> 
 Mo  Di  Mi  Do  Fr  Sa  So 
      1  2  3
  4  5  6  7  8  910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Anmeldung






über uns PDF Drucken

Profil der Alevitischen Gemeinde

Die Alevitische Gemeinde Hamburg (HAKM) ist die Interessenvertretung der über 30.000 Alevitinnen und Aleviten in der Hansestadt Hamburg. Die Aleviten sind eine Glaubensgemeinschaft in der Türkei, die seit Jahrhunderten wegen ihres nicht orthodoxen islamischen Glaubens verfolgt wurden. Ihre Zahl wird auf über 25 Mio. geschätzt. In Deutschland schätzt man sie auf über 700.000. Das HAKM hat sich zum ziel gesetzt, Zu- und Einwanderinnen zu gesellschaftlicher, rechtlicher und politischer Gleichstellung zu verhelfen und ihnen bei gesellschaftlichen und strukturellen Problemen konkrete Hilfestellungen anzubieten. Diese Ziele werden durch die Förderung der Sprache, des Dialoges und des interkulturellen Austauschs, die Förderung der Solidarität, den Kampf gegen Rassismus, für Toleranz und Völkerverständigung, die Förderung des Kontakts der Bürgerinnen und Bürger untereinander verwirklicht.

Der Verein veranstaltet und koordiniert Jugendbildungsarbeit im schulischen (Schulberatung, Hausaufgabenhilfe, Ausbildungsberatung, -vermittlung und –betreuung) und außerschulischen Bereich (Familie, Arbeit, Freizeitgestaltung) durch Seminare, Vorträge, Arbeitskreise und Ausstellungen. Außerdem bietet er kulturelle Veranstaltungen im Bereich Musik, Tanz, Theater, Literatur, Kunst und Sport an. Die Kurse des HAKM werden überwiegend von Kindern, Jugendlichen und Hausfrauen besucht. Darüber hinaus leistet er Aufklärungsarbeit über die soziokulturellen Hintergründe von Lebensverhältnissen und Geschehnissen in Europa und in der Türkei.

Die Alevitische Gemeinde Hamburg e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, deren Name vom Alevitischen Kulturzentrum Hamburg e.V. zu Alevitische Gemeinde Hamburg1 e.V. geändert worden ist und existiert in Hamburg seit 20 Jahren. Die Alevitische Gemeinde zeichnet sich durch aktive Arbeit im sozialen, kulturellen und politischen Bereich aus, die vielfach mit den Zielen zur Förderung der Integration von Zuwanderern übereinstimmen. Die Angebote erstrecken sich von Musik, Instrumental und Folkloretanzunterricht für Kinder und Jugendliche, über Hausaufgabenhilfe, Integrationskursen und Gesundheitsangeboten, über Beratung, Vorträge und Seminare zu gesellschaftspolitischen Themen, hierbei häufig mit frauenspezifischen Inhalten, sowie Fragen zum Alltagsrecht, als auch Veranstaltungen mit religiösen, kulturellen und sozialpolitischen Inhalt und Festivitäten zur Förderung des Gemeinsinns und der Kommunikation.

Dabei verfolgt die Alevitische Gemeinde einen offenen Ansatz, sodass sowohl Besucher und Teilnehmer mit verschiedenen Religionen und verschiedenen Nationalitäten ihren Platz bei uns finden.

Ein wichtiges Ziel der Alevitischen Gemeinde zur Integration ist die aktive Weiterentwicklung des interreligiösen Dialogs in Hamburg.

Struktur

Die Alevitische Gemeinde Hamburg Altona hat 350 Mitglieder und ist eine der ältesten Alevitischen Gemeinden in Europa. Die Vereinsstruktur ist angepasst an moderne Vereinsstrukturen, so werden alle Gremien in der Gemeinde von unten nach oben demokratisch gewählt. Die Bilanzen sind für alle einsehbar und Vorstandssitzungen sind offen für alle Mitglieder. Jugend-, Kinder- und Frauenarbeit haben Priorität. Zurzeit hat die Gemeinde einen dreizehnköpfigen Vorstand. Alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Aktivitäten, Kooperationen und Ausblick auf neue Inhalte:

Neben der Kinder-, Jugend-, Frauen- und Seniorenarbeit werden in der Gemeinde Bildung, Musik, Sport und Freizeitaktivitäten angeboten und sozialpolitische Themen finden Anklang in der Gemeinde. Für die Integration der Migrantinnen führen wir Integrationskurse eigenständig und mittlerweile in der Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein ABI e.V. (Arbeit, Bildung, Integration) durch. Hausaufgabenhilfe und Sozialberatung in Bezug auf Erziehung Schule, Aufenthalt, Arbeit, Ausbildung für die Zuwanderer werden sowohl ehrenamtlich als auch mit kleinen Honorartätigkeiten (aus Landesmitteln) durchgeführt.

Die Alevitische Lehre hat seit Jahrhunderten trotz der Repressalien und Verfolgung im Heimatland mit Hilfe der Musik und des Tanzes bis heute überlebt, da sie schriftliche Texte nicht aufbewahren konnten. Im Mittelpunkt unserer Gemeindearbeit spielt Musik- und Tanzunterricht eine ganz große Rolle. Jede Woche nehmen ca. 150 bis 200 Kinder und Jugendliche, die nicht nur dem Alevitischen Glauben angehören, an den Unterrichtsstunden teil.   

Die Gemeinde hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Arbeit so ähnlich zu gestalten wie die evangelischen Gemeinden in Hamburg. Neben den zahlreichen Kooperationen mit anderen Trägern (Grone Netzwerk Hamburg GmbH-gemeinnützig, Türkische Gemeinde, ABI e.V.,  Vericom, Unternehmer ohne Grenzen, ATU und etc.) gehen wir zurzeit mit dem Bezirksamt Hamburg-Altona eine neue Kooperation ein, um ein Modellprojekt zur Energie- und Klimaschutzberatung für türkischstämmige Haushalte in Hamburg- Altona durchzuführen.    

Auch haben wir in unserem Programm im 2. Quartal dieses Jahres landeskundliche und naturwissenschaftliche Exkursionen mit aufgenommen. So besuchten wir z.B. gemeinsam einen Vortrag im Planetarium und fuhren an die Nordsee, um uns vor Ort über das Wattenmeer und Ebbe und Flut zu informieren. Diese Art Ausflüge fanden gerade bei der ersten und der zweiten Generation der Mitglieder der Gemeinde sehr große Begeisterung.  Sie helfen dabei, dass die Eltern bzw. Großeltern sich endlich mit ihren Kindern über solche Art Naturereignisse austauschen können bzw. Schulinhalte nachvollziehen können. Diese Angebote wollen wir unbedingt weiter ausbauen.